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Aus die Laus! - Die Geschichte einer Laus -

Aktualisiert: 22. Nov. 2019


Hallo Mensch!


Mein Name ist Laus und ich muss Dir unbedingt eine Geschichte von mir erzählen. Vielleicht kannst Du mir helfen - du bist ja soooo groß und schlau - ich verstehe nämlich die Welt nicht mehr!


Meine Mutter hat mich in einem winzig kleinen Schutzpanzer, ihr Menschen nennt mich in dieser Phase Nissen, mit einer klebrigen Substanz, ganz nah an der Kopfhaut, hinter dem Ohr eines Erwachsenen abgelegt.

Nach etwa 7-10 Tagen, genau kann ich das nicht sagen, verließ ich diesen Schutzpanzer, erblickte das Licht der Welt und wurde zur Nymphe, wie Du mich in diesem Stadium nennst.

Trozt meiner minimalistischen Größe (1-2 mm), war mein einziges Bestreben, mich von meinem Wirten zu nähren, damit ich groß werden kann, um meine Nachkommen zu zeugen!

Ganze 8-10 Tage habe ich mich selbstständig ernährt und wuchs zur erwachsenen, paarungsreifen Laus heran. In dieser kurzen Zeit habe ich meine Körpergröße verdoppelt und zur Krönung auch noch den passenden Partner für meine Paarung gefunden. Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf...


Vor 2 Wochen bin ich, extrem gut gelaunt, vom Kopf eines Jungens auf den eines Mädchens gewandert. Da wir Läuse-Ehepaare uns nur einmal paaren müssen, damit ich nach 2-3 Tagen täglich bis zu 5 Eier legen kann, fiel mir der Abschied meines Liebsten nicht so schwer und landetet kurz nach unserer Paarung bei dem Jungen des Erwachsenen.

Also zurück zum Ablauf meiner Wanderung. Die Kinder haben in der Jausenpause getuschelt und die Köpfe so eng zusammengehalten, dass ich auf den Kopf des Mädchens klettern konnte. Der liebe Gott gab mir "keine Sprungkraft & keine Flügel", das würde mir den Wechsel von Wirt zu Wirt um vieles vereinfachen (da hat er wohl einen Fehler gemacht), weshalb ich extrem gezielt und flink auf Wanderschaft gehen musste!


Als ich bei meiner "neuen Wirtin" ankam, war ich schon ziemlich ausgehungert und hatte ziemlichen "Stress" meine Nahrung aufzunehmen, da ich auf das Blut meines Wirten angewiesen bin!

Ohne Blut kann ich nicht länger als 2 - 3 Tage überleben, da mein ganzer Körper austrocknet und ich tot umfallen würde - was für tolle Aussichten :(

Abgesehen davon, dass ich sowieso eine ziemlich kurze Lebenserwartung habe. Im Gegensatz zu den Menschen, verweile ich "nur 3-4 Wochen" hier auf der Erde!

In dieser kurzen Zeit ist es wohl logisch und auch verständlich, dass ich bis zu 300 Eier lege, damit meine Spezies nicht vom Aussterben bedroht wird! Wer würde das nicht tun?


Also, ich wanderte gleich hinter ein Ohr des Mädchens, da fühlte ich mich super wohl und gut aufgehoben, hatte es richtig warm und lauschig - passend, um mich für meine Eierproduktion vorzubereiten und konnte problemlos meine Nahrungsaufnahme starten!


Gut genährt machte ich mich an die Arbeit. Ich legte meine Eier, wie meine Mutter damals bei mir, mit einer klebrigen Substanz, genau nach Plan ab. Immer wieder nah an der Kopfhaut und wenn möglich hinter den Ohren!

Diese "Fortpflanzung" macht mich hungrig! Um meinen Hunger zu stillen, damit meine Arbeit voran geht, nähre ich mich wiederum vom Blut meines Wirten.

Leider schaffte ich es nicht, ohne eine kleine Wunde am Kopf zu machen, an meine Nahrung zu kommen und dann passierte es auch noch, dass ich dabei ein Sekret abgab, welches bei der Wunde zu einem Juckreiz führte!

Wenn ich jetzt so nachdenke, ist dieser Juckreiz der Übeltäter, der mich verraten hat. Meistens beginnen die Menschen sich am Kopf zu kratzen, weil dieser Juckreiz so unangenehm und lästig für sie ist. Kurz darauf fahren sie nämlich starke Gefechte auf und da brauche ich jetzt Deine Hilfe:


  • Warum beginnt ihr dann immer gleich mit verdünntem Essigwasser die Haare zu befeuchten?

Mit dieser Aktion löst ihr die klebrige Substanz, mit der meine geleg